Inneneinrichtung kostenlos virtuell planen

Augen auf beim Möbelkauf! Was im Möbelhaus oder online noch ansprechend und einladend aussieht, kann sich unter heimischen Lichtverhältnissen als wahre Enttäuschung entpuppen. Manchmal wäre es schön, die Möbel vorher testweise in die Wohnung zu stellen, um dann zu entscheiden, was tatsächlich passt. So wie bei Klamotten eben. Die bestellt man ja auch online und kann Sie dann ganz einfach zurückschicken.

Bei der Inneneinrichtung ist das ganze Prozedere dann leider etwas aufwendiger. Die Möbel einfach mal zur Post zu bringen und zurückschicken, geht leider nicht. Wie also kann man mit einfachen Mitteln im Vorfeld die Inneneinrichtung planen?

Mit Bildbearbeitungssoftware!

Keine Sorge, Sie müssen nicht gleich eine Photoshop-Lizenz erwerben. Es gibt einige gute Alternativen, die Sie kostenlos downloaden können. Da wären zum Beispiel GIMP, Paint.NET oder das Online-Bildbearbeitungsprogramm PIXLR. Wir haben uns zur Veranschaulichung einmal das Programm GIMP heruntergeladen und wollen Ihnen zeigen, wie Sie in wenigen Schritten ein ungefähres Bild der Raumwirkung der Möbel bekommen.

So planen Sie die Inneneinrichtung mit einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm:

1. Schritt: Das leere Zimmer fotografieren und in GIMP öffnen

Machen Sie ein gutes Foto des einzurichtenden Zimmers, das möglichst den ganzen Raum umfasst, zumindest aber den Teil, der eingerichtet werden soll. Laden Sie es auf Ihren PC und öffnen es im Bildbearbeitungsprogramm. Anschließend suchen Sie das passende Foto des in Frage kommenden Möbels und speichern dieses auf auf Ihrem PC ab. Machen Sie entweder einen Screenshot oder klicken Sie mit der Rechtstaste auf den Artikel und speichern ihn dann ab.

Blogeintrag-WE

2. Schritt: Freistellen des Möbelstücks

screenshot-10

Meist sind die Möbel nicht auf weißem Hintergrund und selbst wenn, müssen Sie auch diesen wegschneiden. Dazu gehen Sie links ins Menü und wählen das Scherensymbol oder das Polygon-Werkzeug aus.

Nun können Sie einzelne Schnittpunkte entlang des Randes setzen. Der Vorteil bei GIMP ist, dass Ecken und Kanten relativ gut erkannt werden und die Schnittpunkte auch etwas nachlässiger gesetzt werden können. Gehen Sie einmal rundherum und schließen das Schnittmuster am Ende wieder ab.

Nun können Sie durch die Tastenkombination „Strg“ + „X“ den Bereich ausschneiden. Oder Sie gehen im Reiter oben auf „Bearbeiten“ und dann „Ausschneiden“.

 

 

screenshot-3

 

3. Schritt: Einfügen in Raum und skalieren

Fügen Sie den ausgeschnittenen Bereich jetzt durch „Strg“ + „V“ in das Bild des einzurichtenden Zimmers ein.

screenshot-6

screenshot-11

 

Als nächstes müssen Sie das Möbelstück skalieren. Gehen Sie dazu auf das Skalieren-Werkzeug links in der Mitte.

Ein separates Fenster und ein Raster um das Möbel wird geöffnet. Nun können Sie entweder durch Ziehen an den Seiten die Proportionen verändern oder skalieren direkt über die Eingabefelder.

Achtung: Ist die Klammer rechts neben dem Eingabefeld nicht verbunden, so passen sich Höhe und Breite nicht automatisch an. Das Bild könnte also verzerren. Durch einen Klick auf die Klammer, fügen Sie sie zusammen.

Spielen Sie so lange mit der Größe, bis die Proportionen einigermaßen passen.

 

 

 

 

 screenshot-7

 

4. Schritt: Die Perspektive ändern

screenshot-12

Jetzt brauchen Sie nur noch die Perspektive zu ändern, indem Sie das Perspektiven-Werkzeug auswählen.

Das Bild lässt sich nun so verzerren, dass Sie es einigermaßen an die Winkel des Raumes anpassen können.

Am Anfang ist der Umgang mit dem Werkzeug etwas schwierig, die richtige Perspektive zu finden kann dauern. Doch nach einigem Hin- und Herzerrren wird die Handhabung einfacher.

 

 

 

 

 

 

screenshot-9

 

Das Ergebnis:

 

screenshot-8

Natürlich spiegelt diese Vorgehensweise in keiner Weise ein verlässliches Bild der Wirklichkeit wider. Dennoch ist sie gut, um gerade beim Online-Shopping eine ungefähre Idee der Raumwirkung zu bekommen. Außerdem können Sie so auch die Raumgestaltung planen. Die Wandfarbe zum Beispiel können Sie in verschiedenen Tönen testen oder verleihen Sie der Couch doch mal einen roten Bezug. Auch Bilder an der Wand können so virtuell ausgetauscht werden.

Dieser Methode zur Planung der Inneneinrichtung sind dahingehend keine Grenzen gesetzt. Sie ist darüber hinaus kostenlos und in wenigen Minuten erledigt. So können Sie sich einen teuren Raumplaner für die Inneneinrichtung sparen. Und Spaß macht es auch!

 

Für mehr Tipps und Infos folgen Sie uns auf den Social-Media-Kanälen:

Facebook

Instagram

YouTube

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.