Kleine Wohnung einrichten – der ultimative Guide

vorschaubild-winzige-wohnungDu bist in eine neue Stadt gezogen und dein Home ist jetzt im wahrsten Sinne des Wortes „sweet“, weil es so niedlich und klein ist?

Dann solltest du definitiv sehr genau über die Einrichtung deiner kleinen Wohnung nachdenken.

Eine akribische Planung spart dir nicht nur Platz, sondern auch Nerven und Geld. Schließlich wirst du in der neuen Bleibe nicht alles unterbringen können, woran du zunächst denkst.

Wir wollen dir in diesem Beitrag eine Liste an die Hand geben, mit der deine Einrichtung nicht in ein unübersichtliches Chaos ausartet. 

1. Die Wohnung ausmessen und einen Plan machen

Es ist klingt fast zu simpel, um in dieser Auflistung genannt zu werden. Aber genau wie beim Einkaufen von Lebensmitteln, wirst du auch beim Möbelkauf eher Impulskäufe machen, wenn du nicht vorher genau weißt, was du benötigst.

Also miss die Wohnung erst einmal gründlich aus. Umso mehr du dich mit der Grundstruktur deiner Wohnung auseinandersetzt, umso eher wirst du ein Gefühl dafür bekommen, welches Möbel später wo stehen kann. Vielleicht entpuppt sich eine verwinkelte Ecke, die zuvor eine Mission Impossible war, dann zu einer coolen Sofaecke, die du mit Sitzkissen auslegen kannst.

Nach dem Ausmessen der Wohnung, folgt das Erstellen einer Liste. Sei hier nicht schlampig und vergiss auch nicht, vermeintlich offensichtliche Dinge wie einen Esstisch oder eine Wohnzimmercouch aufzuschreiben. Am besten erstellst du eine Excel-Liste und trägst gleich die geplanten Kosten mit ein.

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Die Liste nimmst du mit ins Möbelhaus und behältst so stets den Überblick über die Finanzen. Trage schließlich auch den finalen Kaufpreis ein, um nachvollziehen zu können, wie viel du ausgegeben hast. So weißt du nicht nur, was eine Wohnungseinrichtung in etwa kostet, sondern kannst bei einem erneuten Umzug auch besser die Kosten planen. Selbiges solltest du auch für alle anderen Einrichtungsgegenstände machen, also Geschirr, Deko und Sonstiges.

Gehe hier wirklich sorgfältig alles durch und überlege, wie du bestimmte Dinge ersetzen kannst. Ein Trockner zum Beispiel nimmt nur Platz weg in einer ohnehin schon winzigen Wohnung. Also trockne die Wäsche lieber an einer Schnur, die du einmal quer durch das Zimmer spannst und lasse sie über Nacht hängen. Spende all die Dinge, die du nicht mehr brauchst und die sowieso nur einstauben. Eine gute Gelegenheit, den Kleiderschrank mal ordentlich auszumisten.

2. Möbel sichten und die Räume planen

Du hast bereits recherchiert und einige Modelle ins Auge gefasst. Sehr gut! Dann erstelle nun einen Raumplan. Dies geht entweder online oder du zeichnest dir einfach den Grundriss deiner Wohnung auf ein Stück Papier.

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Nimm am besten kariertes Papier, so ist die Umrechnung auf den kleineren Maßstab einfacher. Achte darauf, dass das Papier groß genug ist, um die Wohnung darzustellen. Bei einem DIN-A4-Blatt könnte der Maßstab nachher viel zu klein sein und du erkennst gar nichts mehr.

Lege daher vorher den Maßstab für ein Quadrat auf deinem Blatt fest, also zum Beispiel: 1 Quadrat = 1 Meter.

Vergiss die Türen und Fenster nicht. Wenn die Tür nach innen schwingt, musst du deren Radius miteinbeziehen. Die Höhe der Fenster gibt die Höhe der davorstehenden Möbel an. Notiere dir solche wichtigen Informationen zusätzlich an den Rand.Die Möbel kannst du entweder einzeichnen oder maßstabgetreu aus einem weiteren Stück Papier ausschneiden.

Um einen Eindruck von der Raumwirkung zu bekommen, gibt es einen einfachen Trick mit kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen. Zwar ist er nicht sehr realitätsgetreu, aber du bekommst eine Idee der Raumwirkung mitsamt den Möbeln. Diesen Trick haben wir in diesem Beitrag vorgestellt.

3. Multifunktionale Möbel und platzsparende Alternativen nutzen

Denke zweideutig! Ein Möbelstück muss nicht immer nur eine Funktion erfüllen. Oft verschenken wir so viel wertvollen Platz in der Wohnung und sind uns dessen gar nicht bewusst. Eine Couch kann zum Beispiel nachts zum Bett ausgeklappt werden.

Unter dem Schreibtisch ist meistens ungenutzter Stauraum vorhanden. Eine clevere Idee wäre es, eine Art Rollkasten als Sitz zu nehmen, in dem zusätzliche Fächer integriert sind. Bei Nichtgebrauch lässt sich der Kasten unter den Schreibtisch rollen und schafft Platz für andere Dinge.

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Den Schreibtisch kannst du aber auch direkt als Wandklappe einrichten, es muss ja nicht immer ein ganzer Tisch sein. Dieser Trick klappt übrigens bei allen Arten von Tischen.

Treppen bergen oft verschenktes Potenzial und können mit Fächern unterhalb der Trittfläche ausgestattet werden. Solltest du eine offene Wendeltreppe haben, nutze Hängetaschen, um extra Staufläche zu schaffen.

Unter dem Bett wird ebenfalls wertvoller Raum verschenkt. Nutze Rollkästen und Schubkastenmodule, oder baue dir eine klappbare Sonderlösung. Eine weitere Idee wäre es, stabile Unterschränke zu kaufen, daraus ein Gestell zu bauen und einfach eine Matratze oben drauf zu legen.

Die Wandgestaltung in kleinen Wohnungen sollte ganz der Gewinnung von Staufläche gewidmet sein. Wandregale und Würfelsysteme eignen sich hervorragend, um auch Dachschrägen sinnvoll auszunutzen.

Apropos Dachschräge, wenn wir schon beim Thema sind, haben wir gleich noch einen weiteren Tipp für dich. Und zwar Schränke mit Rollen, die du an die Form der Dachschräge anpasst. Gestalte Sie so, dass sie in einem abfallenden Winkel an der Dachschräge nach unten verlaufen. In den Fächern kannst du nun Klamotten lagern. Fehlt nur noch eine Kleiderstange, die du darüber an die Wand montierst und schon hast du einen individuellen Kleiderschrank. Mit einem Vorhang davor, verschwinden die Klamotten ganz einfach aus dem Sichtfeld.

Aufgepasst, hier haben wir noch einen kleinen Tipp für dich, wie du mehr Klamotten auf die Stange bekommst. Dazu brauchst du lediglich eine ganz normale Plastik- oder Metallkette. Diese hängst du an den Kleiderbügel und schon kannst du in die einzelnen Glieder jeweils einen Kleiderbügel stecken. So hast du quasi mehrere Schichten und nutzt die Fläche doppelt und dreifach aus.

Eine ungewöhnliche Lösung für die Küche wäre ein drehbares Paneel in Zylinderform. So hast du auf der einen Seite das Waschbecken mit der Kochfläche und auf der anderen die Schneide- bzw. Essfläche. Auch in anderen Zimmern kann das drehbare Prinzip angewandt werden, zum Beispiel in der Form von Schränken.

Generell solltest du prüfen, ob deine Möbel nicht eingeklappt, gestapelt, übereinandergeschoben oder umfunktioniert werden können.

4. Räume optisch vergrößern und einteilen

Das Problem mit kleinen Wohnungen ist meist, dass nur ein Raum zur Verfügung steht. Kochen, Schlafen, Wohnen findet alles in derselben Umgebung statt.

Es fällt uns schwer, uns zurückzuziehen und vom Alltag abzuschalten. Wenn es die Wohnung zulässt, nutze Vorhänge, Raumteiler oder Standregale, um zumindest Nischen zu schaffen, die an Räume erinnern.

Zweitens, versuche die Räume optisch in die Länge und Breite zu ziehen. Dafür eignen sich nicht nur Spiegel, sondern auch Wandbilder mit 3D-Effekt. So wirken die Wände bei weitem nicht so einengend und deine kleine Bude viel größer, als sie es eigentlich ist.

5. In die Höhe denken

Beziehe auch die Decke mit ein, sofern es dein Vermieter zulässt. Prüfe, ob du nicht gewisse Möbel dort oben befestigen kannst, die sich bei Nichtgebrauch mit einem Flaschenzug hochziehen lassen. Zum Beispiel der Esstisch, das Bett oder einfach eine Hängematte zum Rumhängen.

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Nach oben hin wird in kleinen Wohnungen generell viel zu viel Platz verschenkt. Denke daher auch über Sonderanfertigungen nach wie Hochbetten, die auf einem erhöhten Gerüst ruhen. Über eine Leiter gelangst du nach oben und freust dich, dass du den geringen Platz in deiner Wohnung doppelt genutzt hast.

Eine witzige Idee, auf die wir im Internet gestoßen sind, macht sich die Decke auf ganz andere Art und Weise zunutze. Und zwar wurden hierbei Halteschienen aus Holz an die Decke montiert, in die Kisten hineingeschoben werden können. Mit diesem Trick lässt sich die komplette Länge der Wohnung nutzen, ohne dass die Kisten im Weg stehen. Natürlich musst du dabei Abstriche beim Wohnungsdesign machen. Aber hey, du bekommst mehr Staufläche!

Eine weitere Möglichkeit, sich nach oben hin auszubreiten, besteht in der Errichtung von Podesten. So kannst du mehrere Ebenen aufeinander aufbauen und sorgst mit ausziehbaren Elementen für ein fulminantes Platzwunder in deiner Miniwohnung. Ganz unten könnte sich ein Bett in einer Art Riesenschublade befinden, darüber Schubladen und Fächer, und ganz oben eine große Couch.

Wahlweise kannst du noch ausziehbare Tischplatten einbauen. Übrigens lässt sich die Fläche direkt über Türen oder Fenstern wunderbar für Wandregale nutzen. Diesen Platz brauchst du ohnehin nicht. Oder du nutzt die Türen gleich, um daran Haken, Halterungen und Regale zu befestigen für Klamotten oder Handtücher zu befestigen.

Im Bad kannst du darin deine Hygieneartikel verstauen, während die Eingangstür mit Schuhtasche zum Schuhregal umfunktioniert werden kann.

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Fazit:

Auf was es bei der Einrichtung kleiner Räume ankommt, ist Kreativität. Stelle dir den Raum nicht als eine karge Fläche vor, sondern als mehrere Ebenen, in die du nach Herzenslust Möbel integrieren kannst. Nutze den vorhandenen Platz durch Schiebelösungen und stapelbare Möbel doppelt aus.

Verwende Podeste und ausklappbare Tischplatten. Lasse keinen Zentimeter ungenutzt, gerade leere Flächen unter Tischen oder Betten bieten viel Potenzial. Betrachte die Wohnung aus mehreren Perspektiven, lege dich auf den Boden und versuche nach oben zu denken.

Reduziere dich auf das Wesentliche und nutze es optimal aus. Überlege dir Erweiterungen und Sonderfunktionen für die vorhandenen Möbel. Baue Rollen an deine Schränke und Regale. Der Platz zwischen Kühlschrank und Spüle kann mit einem ausfahrbaren Regal auch genutzt werden.

Es ist gar nicht so schwer, neue Nutzungsmöglichkeiten zu entdecken, sobald du deinen Fokus erstmal auf die kleinen Dinge gerichtet hast. Überall wird sich neuer Stauraum auftun, von dem du nie im Leben geglaubt hättest, dass er besteht. Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Stube.

Wir hoffen, das ist jetzt nicht mehr nur ein abgedroschener Spruch für dich, sondern gelebte Realität. Dann mal weiterhin viel Spaß beim Einrichten, Dekorieren und Umgestalten deiner kleinen vier Wände!

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