Kolonialstil – Die Ferne in der Nähe

Mal wieder Lust auf Urlaub? Ferne Länder, aber keine Zeit hinzufahren? Dann ist es höchste Zeit Ihr Zuhause im Kolonialstil einzurichten. Für alle, die im Urlaub Heimweh bekommen, weil Sie sich dort so wohlfühlen, ist dieser Stil genau die richtige Wahl, um ein exotisches Lebensgefühl in die eigenen vier Wände zu holen.

Wir zeigen Ihnen, was Sie dafür brauchen!

Der Kolonialstil schafft es wie wohl kein zweiter Einrichtungsstil, die Weite in vier Wände zu komprimieren, ohne das wesentliche Teile verloren gehen. Er ruft eine Sehnsucht hervor, die er gleichermaßen wieder zu stillen vermag.

Wie schafft er das?

Indem er unsere Sinne auf Reisen schickt, während unser Körper auf dem Sofa sitzen bleibt und angestrengt in die Glotze starrt. Der Kolonialstil vermittelt ein Gefühl von Aufbruch und Abenteuer. Also ab in die Takelage und Ausschau nach neuen Ländern halten!

Übrigens ist diese Assoziation ganz treffend. Denn der Begriff des Kolonialstils stammt ursprünglich aus der Architektur. Als die Europäer sich damals aufmachten, die Welt zu erkunden und leider auch zu erobern, nahmen Sie Ihren Baustil mit sich, pflanzten ihn in die Erde der neuen Länder und ließen so etwas entstehen, das sich heute Kolonialstil schimpft.

Ich will euch hier nicht mit irgendwelchen Fachbegriffen der Architektur langweilen, dazu gibt es ja Wikipedia. Wenn ihr euch jetzt gar nichts darunter vorstellen könnte, denkt an das Weiße Haus in Washington. Und Häuser wie diese mussten schließlich auch eingerichtet werden, wo wir wieder beim Thema Möbel sind. Bezeichnend für diese Zeit waren große und wuchtige Möbel aus massivem Holz.

Es wurden hauptsächlich warme, dunkle Farben, die sich an Erd- und Sandtönen orientierten, verwendet. Große Ledercouches mit Knopfheftung und Ziernieten sind immer noch ein Dauerbrenner in der Umsetzung des Stils. Auch Tierfelle und Jagdtrophäen gehören zum Stil.

Ebenso exotische Hölzer wie Teak oder Mango, die in aufwendigen Herstellungsprozessen mit wundervollen Verzierungen verschönert wurden. Pompös-dezent trifft es vielleicht ganz gut. Einflüsse von verschiedenen Kulturen treffen hier aufeinander, weshalb es auch ganz unterschiedliche Ausprägungen des Stils gibt. Vom amerikanischen bis zum mediterranen.

kolonial-moebel-beispielWo die Europäer hinkamen, nutzen Sie die Gegebenheiten der Umgebung und integrierten diese in ihren bekannten Bau- und Wohnstil. Dazu griffen Sie auf die Ressourcen aus der Umgebung zurück, weshalb sich der Stil international auch unterscheidet.

Lässt sich der Kolonialstil in den eigenen vier Wänden umsetzen?

Schwierig, aber nicht unmöglich. Den Stil in einem modernen Haus oder einer normalen Wohnung umzusetzen bringt einige Probleme mit sich. Da gibt es durchaus leichtere Stile. Ein herrschaftliches Anwesen wäre schon mal eine gute Voraussetzung, aber das ist dann wahrscheinlich ohnehin schon in einem ähnlichen Stil eingerichtet.

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Die großen und charakterstarken Möbel machen es einem nicht leicht, den Stil mal eben in die vorhandene Einrichtung zu integrieren. Fangen Sie also klein an, indem Sie zunächst Highlights setzen und schauen, ob diese funktionieren. Unikat-Möbel zum Beispiel eignen sich gut, um einen ersten Eindruck zu bekommen, stören dabei aber die bisherige Einrichtung wenig bis gar nicht.

Wenn Sie glauben, der Stil ist der richtige für Sie, dann ergänzen Sie nach und nach weitere Details wie Teppiche, Wandbilder oder Kleinmöbel. Machen Sie sich keinen Zeitdruck, der Stil ist zeitlos, immerhin hält er sich schon mehr oder weniger seit 500 Jahren. Sie haben also alle Zeit der Welt. Nehmen Sie sich zunächst nur einen Raum vor und belassen den Rest der Wohnung wie er ist. Das spart auch erstmal Geld. Und wenn es nachher nicht gefällt, kann die Wohnung immer noch „zurückdekoriert“ werden.

Welche Wandfarbe passt zum Kolonialstil?

Bei der Wahl der Wandfarbe können Sie entweder beim klassischen Weiß oder den pastelligen Erd-, Sand- und Grastönen bleiben. Für ganz Mutige empfehlen sich die Farben der untergehenden Sonnen über der Wüste Afrikas. Fragen Sie einfach im Baumarkt danach und Ihnen wird umgehend die richtige Farbe gereicht. Spaß beiseite! Damit sind natürlich kräftige Orange-, Gelb-, aber auch Weintöne gemeint. Burgund zum Beispiel ist sehr interessant. Sie können die Wand auch in mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Farben gliedern, die Sie zum Beispiel mit Ornamentlinien voneinander trennen.

Als Inspirationsquelle sind Antiquariate mit ihren antiken Möbeln oft eine gute Alternative zu teuren Urlauben in exotischen Ländern. Auch das Internet liefert bei einer Bildersuche viele Stimmungsbilder zum Thema, an denen Sie sich orientieren können.

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Machen Sie etwas Kreatives und schaffen Ihre ganz persönliche Kolonialeinrichtung.

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