Shabby Chic Stil – Früher ist auch heute noch schick!

Ganz recht, die Bedeutung des Wortes „shabby“ wird auch einem deutschen Muttersprachler sofort einleuchten: schäbig.

Aber „schäbig“ und „chic“, geht das zusammen? Unbedingt, sagen wir! Denn schäbig ist hier nicht im wörtlichen Sinn zu verstehen, sondern könnte wohl treffender als „in Würde gealtert“ übersetzt werden bzw. „in Würde auf alt gemacht“. Es ist das Gefühl von Es-war-einmal und Nostalgie, das diesen Stil so besonders macht.

Irgendwie treffend also, dass der Begriff aus Good Old England stammt, wo er in den 1980er Jahren eine Gegenbewegung zum Faible der Oberklasse, sich teure Möbelstück im viktorianischen Stil anzuschaffen, darstellte. Mehr und mehr gewann er an Bedeutung und stand irgendwann für eine Mischung aus Flohmarktmöbeln, von der Oma Geerbtem und selbsthergestellten Einzelstücken.
 

Shabby Chic selbst machen

Tatsächlich lassen sich Shabby Chic Möbel auch wunderbar selbst herstellen, wobei man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Wie wär’s denn mal, eine massive Tischplatte aus Holz mit Schlüsseln und schweren Ketten so lange zu bearbeiten, dass man meinen könnte, schon König Arthur hätte mit seiner Ritterbande so manches ausgelassene Fest darauf gefeiert, das Ganze mit Öl nachzubearbeiten, einzelne Kanten und Ecken vielleicht sogar mit dem Feuerzeug vorsichtig auszubrennen und so auf alt zu trimmen – Bitte nicht mit unseren Esstischen machen! ;)

Schließlich machen es die großen Möbelhersteller auch nicht anders und unterziehen die Möbel verschiedensten Alterungsprozessen, um sie so aussehen zu lassen, als wären sie seit Generationen im Familienbesitz. Gebrauchsspuren werden künstlich herbeigeführt und bei der Farbauswahl wird auf „antike“ Farben gesetzt.

Macht das den Möbeln nichts aus? Nein, es ist wirklich mehr ein Design-Aspekt, die Vorliebe für charakterstarke Möbel, die sich von der Masse abheben und einem nicht in jedem x-beliebigen Haushalt begegnen. Im Prinzip ist der Shabby Chic Stil ein Produkt der rückwärtsorientierten Trendwelle, die uns gerade auch in Sachen Mode begegnet. Die Liebe für das Alte, Vergangene, Gewesene, wofür man selbst schlicht zu jung war, es aus erster Hand mitzuerleben.

Der Vorteil gegenüber echten Antikmöbeln ist natürlich der Preis. Ob man nun echte Altmöbel bevorzugt oder lieber neue Möbel, die auf alt gemacht sind, ist reine Geschmackssache.

Wie funktioniert der Stil?

 
Ein gutes Beispiel, wie der Stil funktioniert, stellt diese Kommode aus Indien dar. Hier wurden nur Althölzer verwendet, um von Anfang an den Vintage-Charme zu kreieren. Unterschiedliche Metallgriffe sorgen für einen individuellen und unverwechselbaren Look. Die verschiedenen Aufdrucke, teilweise alte Zeitungsartikel, teilweise im Stencil-Druck, sorgen für den letzten Schliff. Die Kommode sieht irgendwie schemenhaft, fast wie gemalt aus - ein Kunstwerk für sich.

 

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Ein weiteres Beispiel ist dieser aufwendig gearbeitete Unikat-Schrank. Das alte Mangoholz sieht aus, als wäre es jahrelang durchs Meer geschwommen, von einem Piraten geborgen und zur Schatzkiste umfunktioniert und schließlich, nach Dekaden unter dem Sand, ausgegraben worden.

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Wie umsetzen?

Es gibt natürlich verschiedene Herangehensweisen an den Stil. Ein guter Ausgangspunkt ist zum Beispiel der Kolonialstil, aber auch Einrichtungen im Landhausstil passen gut zum Shabby Chic Style. Wie bereits erwähnt, stammt der Begriff aus England, weshalb die Materialien wie zu viktorianischen Zeiten gerne in weiß gehalten sind und Stoffe mit Spitzen oder Stickereien verziert werden.

Außerdem setzt man auf Metalle im Used-Look, Althölzer wie Treibholz oder recycelte Hölzer mit klaren Gebrauchsspuren und schillernde Accessoires. Darüber hinaus geht der Trend zu Retro, also auffälligen Blumen- oder Tiermustern, ausgewaschenen Stoffen oder pastelligen Farben wie bei Oma Zuhause. Auch Drucke wie auf der oben gezeigten Kommode sind beliebt. Orientteppiche mit auffälligen Ornamenten und edle Stoffe wie Seide oder Samt finden Verwendung. Auch Leder im Retro-Vintage-Look macht sich gut im Shabby Chic. Für Inspiration besucht Flohmärkte oder wie Helge Schneider schon wusste: Geh doch deine Oma mal besuchen. Werdet selbst kreativ. 

Wem das alles zu aufwendig ist und wer lieber bequem online shoppen möchte, der kann sich in aller Ruhe in unserem Shop umsehen. 

Ansonsten bleibt auch in Zukunft weiterhin dran, um keinen Eintrag zu verpassen. 

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