Wohnungseinrichtung planen – 5 praktische Tipps

Heute möchten wir mal ein paar Einrichtungstipps geben. Denn sind wir mal ehrlich, das ist ein ganz schön kompliziertes Thema - zumindest für einige von uns…mich.

Manche sehen in der frischgestrichenen, blanken Wohnung eine leere Leinwand, die sie ganz nach ihren eigenen kreativen Sinnesergüssen zu ihrem persönlichen Kunstwerk machen können.

Andere dagegen sehen eine scheinbar endlose Leere, die zu füllen an schiere Utopie grenzt. Desto mehr Möbel man kauft, desto weiter scheint sich die Wohnung auszudehnen und alles was man kauft, wirkt wie ein Platzhalter für etwas, das hoffentlich irgendwann kommt und schön aussieht und dekorativ, eben so, wie im Möbelhaus.

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Aber wie umgeht man solch eine mittelschwere Einrichtungskatastrophe?

Indem man sich vorher intensiv über die grenzenlosen Möglichkeiten der Wohnungseinrichtung informiert, Ideen sammelt, die Wohnung ausmisst und erst dann die Möbel kauft. Ach wie schön es wäre, wenn es so eine Art Bibliothek menschlichen Wissens und Ideen gäbe, in der man nach Herzenslust die eigene Wissbegierde befriedigen kann…Was? Gibt es? Worauf warten Sie dann noch?

Spaß beiseite, hier nun einige Tipps, die Sie beim Möbelkauf beachten sollten.

1. Qualitativ hochwertige Materialien

Wie in allen Bereichen des Lebens, gilt eigentlich auch beim Möbelkauf: Wer billig kauft, kauft zweimal. Sehen Sie ein Möbelstück nicht als vorübergehende Anschaffung, sondern als lebenslangen Begleiter.

Überlegen Sie gut, bevor Sie ein billiges Möbel kaufen. Es scheint jetzt verlockend, doch dann kaufen Sie vermutlich im nächsten Jahr wieder, und in dem darauffolgenden und so weiter und so fort. Bis die Summe der billigen Möbel irgendwann den Preis eines qualitativ hochwertigen Produktes bei weitem übersteigt.

Eine komplette Wohnungseinrichtung ist teuer, daran führt leider kein Weg vorbei. Warten Sie daher einfach Ausverkäufe ab oder stöbern Sie in den SALE-Kategorien der Online-Shops. Irgendwann muss nämlich neue Ware her und die Lager geräumt werden. Da können Sie schon mal bis zu 50% sparen und bekommen dennoch ein hochwertiges Möbelstück.

2. Möbel selber machen

Warum auch nicht? Die Rohstoffe sind oftmals spottbillig und mit etwas Kreativität und Geduld entsteht ein Unikat, an dem mehr hängt als nur ein Preisschild aus dem Möbelhaus, das man vergessen hat abzuziehen.

Und jetzt sagen Sie nicht: „Ich kann das aber nicht. Woher soll ich bloß die Ideen nehmen?“ Na, aus dem Internet natürlich. Dort gibt es sogar ganze Erklärvideos mit Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Eigenherstellung von Möbeln.

Gehen Sie auf Pinterest, dort werden ihnen schon etliche Suchphrasen zum Thema vorgeschlagen, wenn Sie nur das Wort „Möbel“ in die Suchleiste eingeben. Lassen Sie sich inspirieren von den vielen Bildern, die oftmals mit Link zur Anleitung versehen sind. Möbel aus Paletten sind momentan besonders angesagt. Die Anmeldung ist kostenlos.

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Fast noch besser ist YouTube, denn hier bekommen Sie gleich in einem Video erklärt, wie Sie Ihre Ideen umsetzen können.

3. Einrichtungstipps online finden

Mittlerweile gibt es so viele Webseiten, die sich mit der Einrichtung von Häusern und Wohnungen befassen, dass es nahezu unmöglich ist, nicht inspiriert zu werden. Doch wo finde ich die richtigen Einrichtungsideen? Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten des World Wide Web, um Ideen zu sammeln.

Gehen Sie zum Beispiel auf Instagram und suchen nach #wohnideen oder #einrichtungstipps oder anderen Hashtags, die ihnen zum Thema einfallen. Eine Suche auf Englisch liefert meist noch bessere und ausgefallenere Treffer.

Auf Seiten wie roomido oder houzz finden Sie spannende Einrichtungsideen nach Themen oder Zimmern gefiltert, entweder von der Community oder Experten. Letztere bietet Ihnen sogar die Möglichkeit mit Fachleuten in Ihrer Nähe in Kontakt zu treten. Auch eine Bildersuche bei den bekannten Suchmaschinen liefert gute Treffer zu Wohnstilen, die sie gerne umsetzen möchten.

4. Nutzen Sie Technik

Wir haben unser Smartphone doch ohnehin ständig dabei, also machen Sie Fotos von der leeren Wohnung, bevor Sie ins Möbelhaus gehen, um wenigstens einen ungefähren Eindruck von der Wirkung in den eigenen vier Wänden zu erhalten.

Wenn Sie Möbel online shoppen, ist die Sache noch ein wenig einfacher. Laden Sie sich ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm wie Gimp herunter, speichern die Bilder der Möbel auf Ihrem Computer und schneiden Sie dann mit dem Polygonwerkzeug aus. Als nächstes Fügen Sie das Möbelstück in ein Bild des einzurichtenden Zimmers ein. So haben Sie eine ungefähre Vorstellung, wie die Möbel nachher in der Wohnung wirken. Sie können dann auch mit den Lichtverhältnissen spielen.

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5. Appellieren Sie an Ihre Kreativität

Meist sind die Möbelhäuser nach gewissen Trends ausgerichtet, in denen verschiedene Themenbereiche angeboten werden. Aber nach zehn Stunden im Möbelhaus sieht doch irgendwann alles gleich aus.

Füttern Sie Ihr Unterbewusstsein mit anderen Sinneseindrücken. Wollen Sie ihr Zuhause zum Beispiel im Landhausstil mit rustikalen Landhausmöbeln einrichten, gehen Sie doch mal in die Traditionsgaststätte um die Ecke, wo noch echtes Landhausgefühl präsent ist.

Oder wenn Sie Ihre Stadtwohnung im amerikanischen Kolonialstil einrichten möchten, buchen Sie einen Urlaub in New Orleans oder dem Mittleren Westen. Für den mediterranen Landhausstil fahren Sie eine Woche an die Cote d’Azur. Auch Flohmärkte oder Antiquariate sind gute Orte, um sich beeinflussen zu lassen. Oder Filme, alte Fotos, Ausstellungen, Museen, ein Besuch bei Oma auf dem Land...Ihr Hirn wird sich diese Eindrücke merken und hoffentlich im richtigen Moment wieder ausspucken, sodass Ihnen die zündende Idee für Ihre neue Wohnungseinrichtung einfällt.

Wir wünschen jedenfalls viel Spaß beim Gestalten, Einrichten und Ideen sammeln!

 

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