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29.09.17

Raumgestaltung - Alles, was du wissen musst

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Was ist Raumgestaltung?

Unter der Raumgestaltung versteht man die geplante oder zufällige Einrichtung und Ausgestaltung von Räumen.

Bei der zufälligen Raumgestaltung wird der Raum ohne vorher festgelegten Plan nach und nach eingerichtet.

Dabei wird nicht der Raum als Ganzes gesehen, sondern jedes Möbelstück steht für sich.

Andererseits können auch einzelne Elemente wie eine Fernsehecke oder eine Kochnische planmäßig gestaltet werden, ohne aber den Rest des Raumes in Betracht zu ziehen.

Die Einrichtung folgt also keinem speziellen Muster, sondern wird mehr oder minder willkürlich, nutzungsorientiert oder geschmackabhängig zusammengetragen.

Dagegen steht die akribisch geplante und bis ins kleinste Detail durchdachte Raumgestaltung, deren Zweck es ist, alle Aspekte eines Raumes aufeinander abzustimmen, um ein einheitliches Gesamtbild entstehen zu lassen.

Je nach Ausgangslage beginnt die Raumgestaltung bei Baubeginn, in der fertigen Wohnung oder in bereits eingerichteten Zimmern, die umgestaltet werden.

Sie bezieht dabei die Boden- und Wandgestaltung, die Innenausstattung sowie die Lichtverhältnisse und Farbgestaltung mit ein.

Eine planmäßige Raumgestaltung dient nicht nur der gezielten Umsetzung von gewissen Einrichtungsstilen, sondern wird auch in der Pädagogik unterstützend eingesetzt. Gerade in Kita’s kann eine offene und überschaubare Raumgestaltung zur Interaktion und Kommunikation anregen. Die Kinder sollten sich dort wohlfühlen und nicht von der Einrichtung eingeschlossen werden.

Selbst in Arztpraxen kann die Raumgestaltung den Patienten helfen, sich wohler zu fühlen. Dunkle Zimmer, aufreibende Farben und abgenutzte Möbel werden die Nervosität nicht mindern können, sondern lösen im Gegenteil negative Assoziationen mit dieser Praxis aus.

Damit geht die Raumgestaltung Hand in Hand mit der Raumplanung, wobei letztere eher auf praktische Aspekte des Raumes bezogen ist. Also zum Beispiel, welche Einrichtungsgegenstände gebraucht werden, wo diese stehen oder welche Funktion sie konkret erfüllen müssen.

Die Raumgestaltung dagegen beinhaltet mehr die gestalterischen Arbeiten, also welche Wandfarbe passt zur Einrichtung, welcher Bodenbelag ist der richtige und wie sollen die Lichtverhältnisse im Raum später aussehen.

Grundlagen der Raumgestaltung

Grundsätzlich sollten Sie sich vor der Gestaltung Ihrer Wohnung fragen, was das für ein Raum ist, den Sie einrichten. Ein Wohnraum, ein Schlafraum oder doch eher ein Aufenthaltsraum?

Die drei Begriffe wecken sofort unterschiedliche Assoziationen im Kopf. Im Schlafzimmer möchte man sich zur Ruhe betten, das Wohnzimmer dient zum Leben, aber auch als Rückzugsort, ein Aufenthaltsraum ist eher zweckmäßig ausgestattet. Empfangsräume wiederum sollen Kommunikation anregen und zur Interaktion miteinander anregen.Eine Übermöblierung wäre hier also nicht sinnvoll.

Versuchen Sie daher, sich einen Raum gedanklich vorzustellen. Lassen Sie die Menschen darin vor Ihrem inneren Auge zum Leben erwachen.

Wie bewegen diese sich durch die Räume?

Welche Funktion wird erfüllt?

Welche Bedürfnisse haben die Menschen in den Räumen?

Welche Emotionen könnten womöglich verstärkt werden?

Welcher Nutzen sollte hervorgehoben werden?

Das klingt nun alles sehr wissenschaftlich, aber keine Sorge, Ihre Wohnungseinrichtung ist kein Innenaustattungswettbewerb. Solche Denkanstöße dienen lediglich dazu, Ihnen ein Gefühl dafür zu geben, was Räume mit uns Menschen machen.

Wenn Sie eine Kirche betreten, fühlen Sie sich dann nicht ehrfürchtig und klein? Oder in einem modernen Apartment mit großer Glasfront, fühlen Sie da nicht die Freiheit und Weite des Raumes?

Räume haben eine Wirkung auf uns, manchmal ganz offensichtlich, manchmal ganz subtil. Auch Ihr Zuhause wirkt auf Sie. Kommen Sie abends gerne nach Hause und genießen die Räume, so haben Sie die richtige Einrichtung bereits gewählt. Doch wenn Sie lieber den langen Weg nach Hause gehen, weil die Wohnung beklemmend auf Sie wirkt, sollten Sie die Raumgestaltung nochmal von Neuem angehen.

Hier finden Sie nun die Grundlagen für eine gelungene Raumgestaltung.

Den richtigen Bodenbelag wählen:

Im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament Ihrer Raumgestaltung und damit auch die erste Komponente in Ihrer Planung: der richtige Bodenbelag. Der Boden sollte aus den folgenden Gründen mit viel Bedacht angegangen werden:

- Er bestimmt maßgeblich die Einrichtung und Farbgestaltung des Zimmers.

- Anders als beim Mobiliar oder der Wandgestaltung, ist ein Austausch sehr kompliziert und zeitaufwendig.

- Der Boden muss dem Nutzen des Zimmers gerecht werden.

Stellen Sie sich also die folgenden Fragen, bevor Sie den Bodenbelag wählen:

- Was muss dieser aushalten können? Hunde, Kleinkinder, Stöckelschuhe?

- Zu welchem Einrichtungsstil soll er passen? Landhaustil, Industrial oder doch eher modern-puristisch?

- Wie verändert er die Raumwirkung? Schluckt er zu viel Licht oder kann dazu beitragen, die Wohnung aufzuhellen?

- Möchte ich einen schönen Boden oder liegt später ein großer Teppich darauf?

- Wer wohnt unter mir? Ist eine Trittschalldämmung erforderlich?

- Will ich mich intensiv um die Pflege des Bodenbelages kümmern oder reicht mir schon das wöchentliche Wischen?

Sie sehen, der Boden regt doch sehr zum Nachdenken an. Daher haben wir in diesem Schaubild kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Böden zusammengestellt:

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Passende Farben finden:

Nun, da der Boden gewählt ist, sollte es an die Gestaltung der Wände gehen. Wie bei der Wahl des Bodens, sollten Sie sich auch hier im Vorhinein gründlich Gedanken darüber machen, welche Farben Ihnen zusagen.

Es ist sinnvoll die folgenden Fragen zu notieren und einmal in sich zu gehen. Ruhig auch mehrere Nächte darüber schlafen.

- Besteht die Gefahr, dass ich mich an der Farbe sattsehe?

- Regt die Farbe gewisse Emotionen an, die meinen Gemütszustand beeinflussen können? Dies kann negativer oder positiver Natur sein.

- Komplimentiert die Farbe den Raum oder ist sie zu prominent?

- Passt die Farbe zu den Möbeln und dem Boden?

- Ändert sich die Farbe bei starker Sonneneinstrahlung? Generell empfiehlt es sich, einen Grundton zu wählen, auf dem aufgebaut werden kann. Die meisten Deutschen würden sich vermutlich für Weiß entscheiden, da es neutral ist und sich mit allen anderen Farben kombinieren lässt.

Tipps zur Wahl der richtigen Wandfarbe:

Dunkle Farben sorgen für Gemütlichkeit, lassen den Raum aber auch gleichzeitig kleiner wirken.

- Helle Farben eignen sich gut, um kleine Räume optisch zu vergrößern.

- Vermeiden Sie Farbnuancen, die sich beißen. Ein helles Giftgrün mit einem pastelligen Waldgrün zum Beispiel.

- Warme Farben wie Gelb, Rot oder Orange lassen den Raum insgesamt freundlicher wirken.

- Kalte Farben wie Blau oder Violett bewirken das Gegenteil.

- Hohen Decken sollten eher dunkel gestrichen werden, um den Raum optisch zusammenzuziehen.

- Für niedrigere Räume empfiehlt sich dagegen eine hellere Farbe, die Luft lässt.

- Sich auf eine Farbe zu beschränken, kann die Stimmung beeinflussen. Nur Schwarz wirkt mit der Zeit deprimierend, während zu viel Rot zu Nervosität führen kann. Ein gesunder Mix ist daher zu bevorzugen.

Weitere Tipps zur Wandgestaltung haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Farben

Die Lichtgestaltung

Licht ist ein wichtiger Faktor bei der Raumgestaltung. Schließlich kann sich die Raumwirkung je nach Tageszeit und Lichteinfall deutlich verändern. Hier sollten Sie genau beobachten, wie das Licht in den Raum fällt, ob zur Ausleuchtung das Tageslicht reicht oder ob eventuell sogar zu viel Licht in den Raum dringt.

Wo Licht ohnehin schon Mangelware ist, sollte durch herkömmliche Gardinen nicht noch mehr Leuchtkraft verschenkt werden. Besser ist es, die Fenster unverblendet zu lassen oder helle Fenstergardingen zu kaufen, die im Fensterrahmen befestigt werden, um noch Tageslicht durchzulassen.

Außerdem sollte dem Licht der Weg ins Innere nicht versperrt werden. Falls möglich, sollte der Platz vor dem Fenster frei sein, um das Sonnenlicht ungehindert ins Innere scheinen zu lassen. Bei offenem Fenster wirkt der Raum so auch größer als er tatsächlich ist. Nicht immer reicht das Tageslicht aus, um die Räumlichkeiten voll auszuleuchten. Gerade an wolkenbehangenen Tagen wird es dann mitunter sehr duster in der Wohnung.

Tipps zur Lichtgestaltung:

- Deckenfluter und Wandleuchten, die ihr Licht nach oben strahlen, können den Raum leicht in die Höhe ziehen und sind damit ideal für niedrige Decken.

- Um den Raum gleichmäßig hell auszuleuchten sind Leuchtstofflampen oder LEDs geeignet.

- Eine einzige Lampe in der Mitte des Raumes zieht die Wände optisch weiter zusammen.

- Helle Wandfarben reflektieren das Licht besser, wodurch insgesamt ein bisschen weniger Leuchtkraft benötigt wird.

- Gemütliches Stimmungslicht lässt sich am besten durch Steh- und Tischlampen erzeugen.

- Akzente im Zimmer können direkt angestrahlt werden, um deren Wirkung hervorzuheben.

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Mit den richtigen Möbeln die Raumgestaltung abschließen

Der Boden ist verlegt, die Wand gestrichen. Das Gröbste ist also geschafft. Fehlen nur noch die Möbel, um die Räume endlich bewohnbar zu machen.

Mit der Wahl des Bodenbelags und der Wandfarbe haben Sie vermutlich schon eine gewisse Richtung in der Einrichtung vorgegeben, die Sie jetzt konsequent bis zum letzten Dekoartikel durchziehen können. Überlegen Sie auch hier wieder, wie der Raum genutzt werden soll.

Wie betreten Gäste den Raum, wohin wenden Sie sich und wie durchqueren sie ihn? Die Hauptverkehrswege sollten also nicht versperrt sein. Eine Couch, die direkt hinter dem Eingang steht blockiert zu sehr. Lassen Sie den Raum lieber atmen.

Auch die Fenster sollten möglichst unverstellt bleiben. Folgen Sie der Raumstruktur. Dachschrägen sollten nicht in ihrer Abwärtsbewegung gestört werden, verwenden Sie stattdessen lieber kleine Unterschränke, die an der niedrigen Seite platziert werden. So führt die Dachschräge sozusagen darauf zu und betont diese.

Vermeiden Sie es, klobige Einrichtungsgegenstände wie Schränke oder Highboards an Stellen zu platzieren, wo sie viel Licht schlucken. Besser: Sie platzieren sie in der dunkelsten Ecke und helfen mit künstlichem Licht nach.

Geben Sie jedem Möbelstück ein bisschen Freiraum, sofern dies möglich ist, sonst wirkt die Konstellation schnell beklemmend. Entscheiden Sie sich für eine Grundstruktur, die unverändert bleibt, die aber durch schnell integrierbare Möbelstücke erweitert werden kann, zum Beispiel, wenn Besuch kommt. Dafür eignen sich extra Stühle, leichte Sessel oder multifunktionale Hocker.

Die Dekoration sollte wie eine Wasserlilie auf der Oberfläche schwimmen und nicht wie die Algenblüte den ganzen See bedecken.

Achten Sie also darauf, dass Sie den Raum nicht vollstopfen, sodass die Deko weiterhin ein Augenschmaus bleibt. Es hilft, sich den Raum bildlich vorzustellen: Hier werde ich fernsehen, diese Ecke ist perfekt, um entspannt ein Buch zu lesen, der Staubsauger wird dort drüben stehen und die Waschmaschine hier.

Funktion und Design sollten sich nicht im Weg stehen. Die Couch sollte nicht so designtechnisch abstrahiert sein, dass man nicht mehr darauf sitzen kann. Darüber hinaus ist sie ein Gebrauchsgegenstand, der einiges im Alltag aushalten muss.Achten Sie daher unbedingt auf genügend Scheuertouren beim Stoff.

Mit einem Raumplaner können Sie nachmessen, ob die Maße zu Ihrer Vorstellung passen. Eine Anleitung zum Ausmessen von Räumen finden Sie hier.

Verlieren Sie sich aber nicht zu sehr in Ihrer Planung, Sie können die Möbel schließlich später immer noch umstellen.

Der beste Test für eine gelungene Raumgestaltung ist immer noch das aktive Ausprobieren.

Also: leben, wohnen und umgestalten!

In einem älteren Beitrag haben wir 20 Tipps zur Auswahl der richtigen Möbel vorgestellt.

Fazit:

Raumgestaltung heißt, dem Raum Gestalt geben und zwar so, dass Sie sich darin wohlfühlen.

Dies fängt bei der Auswahl des Bodens an und hört bei der Deckenbeleuchtung auf. Die Ratschläge in diesem Beitrag sind nicht mehr als das: ein Ratschlag.

Wir wollen Ihnen helfen, die richtige Denkweise zu finden, um dann die Raumgestaltung so anzugehen, wie Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen und Wünschen entspricht.

Verlieren Sie sich nicht zu sehr in Ratgebern und Expertenvorschlägen. Sie wissen sehr wahrscheinlich selbst am besten, was es braucht, um sich wohlzufühlen.

Komponenten wie der Boden oder die Möbelstücke, die schwer wieder auszutauschen sind, sollten sorgfältig ausgesucht werden.

Ein Online-Raumplaner kann hierbei helfen, die Raumwirkung schon im Vorhinein einschätzen zu können. Wie die Möbel aber später im Raum verteilt werden, das bleibt variabel. Ob Ihnen die Konstellation in der jetzigen Form zusagt, finden Sie wohl am besten heraus, indem Sie sich fragen, ob sie sich darin wohlfühlen.

Einrichtungsexperten können Ihnen dabei helfen, Ihre Wünsche gestalterisch in die Realität umzusetzen, sind aber definitiv kein Muss.

Durch die Möglichkeit der digitalen Raumgestaltung ist es heutzutage kein Problem mehr, die Einrichtung individuell zu planen.

Nun wollen wir Sie nicht länger aufhalten und wünschen viel kreatives Durchhaltevermögen bei der Gestaltung Ihrer vier Wände!

Wenn Sie noch weitere Tipps haben oder Ihre Erfahrungen mit uns teilen möchten, hinterlassen Sie uns eine Nachricht in den Kommentaren.

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